Bodenkunde

Auch bekannt als Bodenwissenschaft setzt sich die Bodenkunde mit unzähligen Merkmalen, Eigenschaften und Besonderheiten des Bodens auseinander. Sie widmet sich intensiv der Entstehung des Bodens aus dem Gesteinsuntergrund heraus. Gleichzeitig geht sie auf Bodenentwicklung, Bodenpartikel und Bodeneigenschaften ein. Im Rahmen der Forschungen, die in der Pedologie angestellt wurden, wurde die Bodenklassifizierung ins Leben gerufen.

Der Boden bildet heute die Grundlage von Bauwerken und zahlreichen Aktivitäten statt. Nicht zuletzt deswegen fühlt sich der Mensch am sichersten, wenn er auf festem Boden steht. Boden, der von Experten auch als Krume bezeichnet wird, ist nur wenige Dezimeter stark. Er bildet den obersten Teil der Erdoberfläche und ist jener Bereich, der meist stark belebt sowie porös ist. Nur in diesem Teil der Erde können Pflanzen wurzeln. Für die Bodenentstehung ist Gestein erforderlich. Erst wenn dieses verwittert und die unzähligen Bodenlebewesen ihrer Arbeit nachgehen, entsteht eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen.

Bodenkunde und Bodenschutz sind eng miteinander verbunden

Bodenkunde setzt sich seit jeher auch mit dem Bodenschutz auseinander. Hier steht es im Vordergrund, die Funktionalität des Bodens nachhaltig zu bewahren. Um dies langfristig bewerkstelligen zu können, ist eine gute fachliche Praxis ebenso von unschätzbarem Wert wie die kontinuierliche Wiederherstellung verlorener Flächen. In der Bundesrepublik werden Maßnahmen, die dazu beitragen, vom BBodSchG geregelt. Das deutsche Bundes-Bodenschutzgesetz gilt für alle Arbeiten in diesem Bereich als wichtige und ebenso unverzichtbare Grundlage.

Das Bodenschutzgesetz schreibt vor, dass dauerhaft schädliche Bodenveränderungen aller Art vermieden werden müssen. Wird die Funktionalität des Bodens negativ beeinträchtigt, gilt es durch entsprechende Sanierung die Schäden zu beheben. Negative Veränderungen können sich am Boden in verschiedener Form zeigen. Grundlegend kann eine mechanische Bodenverdichtung die Bodenqualität nachteilig beeinflussen, zum anderen sind chemische Verunreinigungen ein häufiger Grund für negative Funktionalität. Altlasten können zu Gewässerverunreinigungen führen und tragen damit wiederum zu einer erheblichen Belastung des Bodens bei.

Unterschiedliche Bodentypen

In der Bodenkunde werden unterschiedliche Bodentypen berücksichtigt. Sie setzen sich mit den verschiedenen Erscheinungsformen der Böden auseinander. Zwischen den verschiedenen Bodentypen gibt es besondere, aber auch übereinstimmende Eigenschaften. Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern weltweit entstanden in den vergangenen Jahrzehnten sogenannte Bodenklassifikationen. Sie Teilen die Böden in verschiedene Bodenformen, die eine konkrete Klassifizierung zulassen.

Hierzulande gilt die Deutsche Bodensystematik als eine der wichtigsten Grundlagen. Hierbei handelt es sich um ein Klassifikationssystem, bei dem die verschiedenen Bodentypen, die in Mitteleuropa vorzufinden sind, hierarchisch klassifiziert werden. Die Klassifizierung richtet sich nach Bodentyp, Subtyp und Varietät.

Bodenkunde im Bauwesen

Auch für das moderne Bauwesen ist Bodenkunde heute ungemein wichtig. Unter Boden und Erde werden im Bauwesen vor allem Baumaterialien verstanden, die nach den Grundsätzen der Bodenmechanik verarbeitet werden. Sie werden vorwiegend verwendet, um Erdbauwerke herzustellen. Boden dient als Untergrund von Bauwerken. Gleichzeitig muss er im Zuge des Erdbaus in unterschiedlichen Mengen bewegt werden. Um dies zu realisieren, müssen die wichtigsten Eigenschaften des jeweiligen Bodens bekannt sein. Weiterhin sind für große Mengen Boden entsprechende Maschinen erforderlich.

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